Eine akustische Gegenwelt zur Gegenwart – auf seinem neuen Album „Euphoria“ feiert SCHILLER die pure Kraft von Musik als Zugang zu unmittelbarem Glück.
Musikalisch knüpft SCHILLER an seine elektronischen Wurzeln an.
Woran erinnern wir uns wirklich? Ein Foto. Verblasste Farben, Menschen bis zum Horizont. Love Parade, Berlin, 1998. Ein endloser Strom von Körpern und Klang. Keine Sicherheitszonen, keine Filterblasen, keine Triggerwarnungen. Nur Musik, Hitze, Hoffnung. Dieses Bild verfolgt einen nicht wegen seiner Farben, sondern wegen seiner Freiheit. Der Moment ist vergangen, aber er ruft etwas wach, das wir heute kaum noch zu benennen wagen. Euphorie – dieses große, strahlende, unverstellte Gefühl. Ein Zustand, kein Ziel. „In den 90ern reichte ein Beat, heute braucht Glück einen Kontext. Euphorie wird reflektiert, diskutiert und eingeordnet. Sie gilt als gefährlich, weil sie sich nicht kontrollieren lässt. Und doch bleibt etwas in uns zurück, das sich nicht abschütteln lässt. Ein Restzittern. Eine Sehnsucht,“ sagt Christopher von Deylen.